In 7 Monaten von Schweden nach Italien!

Großensee, 25.08.17 – Helena Kagemark und Carlo Magnani haben sich zu zweiten Mal zu Fuß auf eine Tour durch Europa gemacht! Sie waren auf einem Zwischenstopp bei Nadja und Erdal Nedza und der Familie Bern in Großensee zu Gast. Langsam geht es nun – Tag für Tag 15 bis 20 km pro Tag – weiter nach Italien.  
Schaut man in den  Google Routen-Planer, so wird für eine Tour von Göteborg nach Mailand mit dem PKW eine Fahrtzeit von 18 Stunden ermittelt. Helena und Carlo brauchen für dieselbe Strecke von Schweden nach Italien etwas mehr als 7 Monate! Denn sie gehen zu Fuß, langsam und begleitet von ihren zwei Eseln Toni und Aurora Alba.
Am Abend vor der Weiterreise stoßen Erdal und Nadja mit Helena und Carlo an

Sie haben eine Pause eingelegt in Großensee, unterwegs seit Juni diesen Jahres, gestartet in Göteborg. 

Im letzten Jahr waren sie schon einmal hier, auf ihrem Weg von Italien nach Schweden. Da hatten sie bereits den größten Teil hinter sich, als sie Nadja und Erdal in der Lütjenseer Straße trafen. Die boten ihnen sofort an, eine Pause bei ihnen zu machen und auf einer großen Wiese der benachbarten Familie Bern hinter ihren Häusern ihr Zelt aufzubauen und mit ihrem kleinen „mobilen“ Elektrozaun einen Ruheplatz abzustecken.

Eine Freundschaft war geschlossen, eine von vielen, die Helena und Carlo auf ihrer langen Wanderung auch schon im letzten Jahr erleben konnten. „Wir erleben viel Aufgeschlossenheit und Entgegenkommen bei den Menschen, denen wir begegnen“, sagt Helena (46), Schauspielerin in Schweden.

Sie ist mit ihrem Lebenspartner Carlo (48) unterwegs, im Theater in Italien tätig. Sie wandern gern und genießen die Natur, die Ruhe und die Abkehr von der Hektik des Alltags ist für sie verbunden mit der Suche nach innerer Einkehr. Bei den Begegnungen sind stets das Interesse der Menschen im Mittelpunkt an dem, was und warum sie das machen. Die beiden Esel als treue Begleiter ziehen meistens das erste Augenmerk auf sich. Sie sind zudem Helfer für den Transport ihres Reisegepäcks. Immerhin zusammen hundert Kilo! Sie nehmen sich viel Zeit für Gespräche bei Stopps und Pausen, sie möchten ja nicht nur von sich erzählen, sondern einen Gedankenaustausch in Gang bringen. Einen, der Nachhaltigkeit im Sinn mit sich bringt. Dazu pflanzen sie mit den Menschen an den Orten ihrer Begegnung zur Erinnerung Bäumchen. „Es gibt schon einige auf unserem Weg durch Europa,“ freut sich Helena und sie ist überzeugt, dass sie für lange Zeit etwas von  diesen Momenten der Begegnung „erzählen“ können.

In diesem Jahr haben sich Helena und Carlo mit ihren Eseln Toni und Aurora Alba „zu spät“ auf den Weg gemacht. Denn sie kommen erst im Spätherbst an den Alpen an. „Die zu Wintereinbruch zu überqueren, wäre zu gefährlich“ sagt Carlo, daher nehmen sie sich etwas Zeit und pausieren über Winter vor den Alpen, um dann im nächsten Frühjahr den letzten Teil ihrer Wanderung in die Heimat Carlos fortzusetzen.

Grossensee-Aktuell bleibt mit beiden während ihrer Tour in Kontakt und wird immer mal wieder über interessante Erlebnisse, Gedanken und Ideen der beiden berichten. 

Ein heißer Abend mit Tango-Musik

Hoisdorf, 11.06.17 – Ein heißer Abend sollte es werden, mit Tango-Rhythmen und Melodien aus Brasilien, Spanien und dem lateinamerikanischen Raum, versprach Katharina Maria Kagel. Das wurde er allemal! Was sie nicht voraussehen konnte, war das Wetter, es war heiß in Hoisdorf an diesem Abend! Die Klimaanlage in dem neu hergerichteten historischen Saal des Landhaus Hoisdorf schaffte es einfach nicht und so öffnete man doch Seitentüren und Fenster, um Frischluft hereinzulassen, bevor Musiker und Publikum dahin? ?schmelzen mussten. Eine frische Brise nach einem kurz einsetzenden Regenschauer rettete die Situation.

Die Opernsängerin Katharina Maria Kagel hat sich Musiker herangeholt, die nicht nur mit Professionalität, sondern auch mit Begeisterung und Schwung den Tango rüberbringen und mit denen will sie nun den „kühlen Norden“, wie sie sagt, begeistern und mit seinen Melodien anheizen.

Das Tango-Ensemble: Karolina Trojok, Piano, Katharina Maria Kagel, Gesang und Moderation, André Boettcher, Violine, Jurij Kandelja, Bajan

Gleich zu Beginn stellte sie ihr Quartett vor mit Karolina Trojok am Klavier, André Boettcher an der Geige und Jurij Kandelja mit dem Bajan und dem kraftvollen Stück „Oblivion“ von Astor Piazzolla. Der argentinische Komponist blieb im ersten Teil bis zur Pause auch weiterhin im Programm mit dem „Libertango“, dem „Freiheits-Tango“, wie Kagel in ihrer Moderation erklärte und einem „Ave Maria“, das von ihr vorgetragen und gefühlvoll von den drei Instrumentalisten begleitet wurde.

Die instrumentale Zusammensetzung des Ensembles hebt den besonderen Klang der Tango-Musik Piazzollas hervor. Dieser hat mit seinen Kompositionen den „Tango Nuevo“ begründet, den neuen Tango, einer Weiterentwicklung des traditionellen Tangos. Es ist Musik zum Zuhören, wobei die Spieltechnik, sowohl der Violine mit Bogenschlägen, stechende Streicherakzente in hoher Lage, als auch virtuose Bandeonläufe auf dem Akkordeon den Klängen eine neue Note geben, den traditionellen Stil des Tango aber erhalten. Der spezifische Klang des Bandeons wird von dem Ensemble dargestellt mit einem Knopfakkordeon, dem Bajan.

Katharina Maria Kagel nahm ihr Publikum mit auf eine Reise ins Tango-Land

Kagel nahm ihr Publikum mit auf eine musikalische Reise! Gerade von einem Auftritt in Spanien zurückgekehrt, leitete sie deutlich auch die Inspiration hieraus auf ihre Gäste weiter. Sie unterhielt mit einer sehr interessanten Moderation. Entzückend auch ihr neues Abendkleid, das sie aus Sevilla mitbrachte und sich für diesen Abend aussuchte. Die Arie „Draußen am Wall von Sevilla“ aus Carmen war denn auch gleich das zweite Stück, gefolgt später dann von „The Girl von Ipanema“ und vor der Pause dem ganz deutschen „O donna clara“, das nach ihrer Vorstellung eben Tango ist und deshalb ins Programm aufgenommen wurde.

André Boettcher, Violine und Jurij Kandelja, Bajan

Instrumental wurde der erste Teil bereichert mit dem „Bolero“ einem spanischen Tanz gespielt mit Violine und Piano, einem Tango-Potpourri mit „El Choclo“, Cumpasita und dem „Kriminal Tango“ mit Violine und Bajan und ein Solo auf dem Bajan mit „Blühender Mai“, den Titel Kagel ankündigte mit „Blühender Tango in Hoisdorf“. Das man mit einem Instrument wie dem klangvoluminösen Bajan auch Flüstern kann, stellte Jurij Kandelja eindrucksvoll unter Beweis. Einen „feurigen Rausschmeißer“, so Kagel in der Ankündigung, präsentierten die drei Instrumentalisten mit „Tico Tico“.

Nach einer Pause, in der das Landhaus Hoisdorf Getränke und Tapas anbot, überraschte das Quartett mit sehr anspruchsvollen Stücken, die ihr ganzes Können herausforderten und sie zu einer ansehnlichen musikalischen Größe wachsen ließ: Einem „Sonnenaufgang“ komponiert und arrangiert von Jurij Kandelja und dem „Nimrod in b-dur“ aus den Enigma-Variationen von dem britischen Komponisten Edvard Elgar. Kagel brillierte mit der kunstvollen Darbietung des Stücks, das eigentlich ein Orchesterstück ist, aber für den Gesang umgeschrieben wurde und mit Vokalisen, mit Vokalen ausgefüllten Tönen, gesungen wird, im lateinamerikanischen Raum weit verbreitet. Höhepunkt der „Trilogie“ der „Tango pour Claude“, einem Stück von dem weltbekannten Jazzspieler Richard Galliano. Karolina Trojok, André Böttcher und Jurij Kandelja glänzten in feuerigem Zusammenspiel und dem sich gegenseitig zuleitenden Passagen.

Jurij Kandelja mit dem Bajan, einem Knopfakkordeon

Nachdem Kagel in der mittlerweile „blauen Stunde“ zum „atemlosen Küssen“ mit „Besa me mucho“ aufforderte – Publikum blieb gelassen „norddeutsch“ – ging es zu „unseren gefiederten Freunden“: Jurij Kandelja präsentierte auf seinem Bajan zwei recht amüsante eigene Kompositionen in „El pollo Ricardo“ und „im Hühnerhof“, in denen er in Anlehnung zu den Erlebnissen seiner Kindheit auf dem elterlichen Bauernhof, vom Ränkespiel der Hühner und des Hahns phantasiert. André Boettcher brachte mit seiner Geige und einem abschließenden Nachahmen ihres Gesangs das zu Gehör, was wohl eine eine Lerche bei ihrer Rückkehr aus dem Süden aus der Höhe beobachtet. Auch mit diesem Stück zeigte er die Vielfalt von Klängen, die mit einer Geige zu spielen sind. Karolina Trojok stärkte ihn mit ihrer Klavierbegleitung und Jurij Kandelja vermittelte mit einigen Tönen zum Schluss eine Atmosphäre im Wald. Hier spürte man, dass das Publikum die „Reise“ genoss und sich mit lang anhaltendem Applaus bedankte.

André Boettcher begleitet Katharina Maria Kagel mit der Violine

Danach wurde es fast melancholisch. Katharina Maria Kagel intonierte das „Hör ich Cymballklänge“ aus Franz Lehárs „Zigeunerliebe und machte das „geliebte Ungarland“ zum „geliebten Holsteinland“. Nachdem sie dem Publikum mit „Sway“ einmal das Gefühl der Schwerelosigkeit und des Davonschwebens vermittelte, endete der Abend mit einem Liebeslied, dem Soundtrack aus dem Film „Un homme et une Femme“ 1966 von Claude Lelouch. Lang anhaltender und frenetischer Applaus forderten eine Zugabe heraus, die Katharina und ihr Ensemble mit der rührenden Darbietung von „Don´t cry for me Argentina“ erfüllten.

Das nächste Konzert mit dieser Besetzung wird am 24. August im Rosenhof in Großhansdorf stattfinden: „Spanischer Abend – temperamentvolles Konzert und Tapas“

Ein Defibrillator für das Dörphus

Großensee, 29.03.17 – Die Senioren-Union überrascht Großensee mit einem besonderen Gerät für die Erste Hilfe, ein High-Tech-Instrument, mit dessen Unterstützung Leben gerettet werden kann.

Vertreter der ortsansässigen Vereine und Organisationen, die regelmäßig mit Trainings und Versammlungen das Dörphus nutzen, hatten die Gelegenheit, den Umgang mit einem medizinischen Gerät kennen zu lernen.

Für Notfälle steht an exponierter Stelle demnächst ein Defibrillator bereit. Der automatisierte externe, umgangssprachlich „Laiendefibrillator“ („AED“) kann ohne medizinische Kenntnisse benutzt werden und unterstützt bei der Ersten Hilfe, den Patienten in Ergänzung mit einer Herz-Lungen-Wiederbelebung zu versorgen, bis Rettungsdienst und Notarzt eingetroffen sind.

Knut Harder von der DLRG Stormarn demonstriert die Herzdruckmassage und den Einsatz des Defibrillators.

In dem Nachmittags-Seminar simulierte Knut Harder – Vorsitzender der DLRG Stormarn – zusammen mit Adolf Assmann – Vorsitzender der Senioren-Union Großensee mithilfe eines Dummy-Patienten und einem vorbereiteten Übungsgerät einen Notfall. Wichtig sei, dass der Ersthelfer bei Auffinden eines Verunglückten sofort mit der Notversorgung beginnt, so Knut Harder.

Knut Harder nimmt den Defibrillator in Betrieb.

Er soll dabei andere Personen anweisen, den Notdienst über „112“ zu informieren und ununterbrochen weitermachen. Sogleich wird der Defibrillator in Betrieb genommen. Über einen eingebauten Lautsprecher werden Sprachanweisungen gegeben, was man machen muss. Eine Software in der AED analysiert nach Anlegen von zwei Elektroden auf den Brustkorb des Patienten den Herzrhytmus und erkennt automatisch, ob sie mit Abgabe von Elektroschocks in Aktion treten muss. Zudem gibt das Gerät in regelmäßigen Abständen weitere Sprachanweisungen zur Herz-Druckmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung. Es kann nichts verkehrt gemacht werden, so Knut Harder und holte im Anschluss an seine Vorführung sogleich die Anwesenden an den „Ort des Geschehens“ für einen „Schnupperkurs“.

Adolf Assmann von der Senioren-Union und Knut Harder übergeben den Defibrillator Bürgermeister Karsten Lindemann-Eggers.

Der Defibrillator wird von der Senioren-Union Großensee der Gemeinde zum Gebrauch für die Besucher des Dörphus zur Verfügung gestellt und nach Einrichtung eines geeigneten und gesicherten Platzes in Betrieb genommen. Die fachgerechte Wartung übernimmt die DLRG Stormarn.

 

 

Bürgermeister Karsten Lindemann-Eggers war der Erste, der einen Reanimationsversuch mit dem Defibrillator unternahm. Knut Harder beantwortet Fragen.

Bürgermeister Karsten Lindemann-Eggers und der Gemeinderat begrüßten einstimmig bei einer vorangegangenen Gemeinderatssitzung die Aufstellung des Gerätes.

 

 

Jahreshauptversammlung des SSV Großensee

Großensee, 17.02.17 – Zur diesjährigen Jahreshauptversammlung des Spiel- und Sportverein Großensee e.V. wurde in den Sportgarten eingeladen. Wegen der grassierenden Erkältung- und Grippewelle gab es einige Absagen, auch von Mitgliedern, die geehrt werden sollten.

Zu Beginn wurde der zwei im vergangenen Jahr verstorbener Mitglieder in einer Schweigeminute gedacht: Leonhard Hundsdoefer, gestorben im Alter von 82 Jahren und Helmut Greve, gestorben im Alter von 94 Jahren.

Nach dem Bericht des Ersten Vorsitzenden Karl-Heinz Schmidt, unter anderem mit Worten zur Entwicklung der Mitgliederzahlen – es gab 364 und damit 32 weniger als im Vorjahr – sowie Aufzählung der wichtigsten Ereignisse – das traditionelle Grünkohl-Essen für Ehrenmitglieder und Spartenleiter, die Teilnahme an der Ferienaktion der Gemeinde und dem Dorffest – gab es Zusammenfassungen der Aktivitäten der Sparten Fußball, Gymnastik, Kinder-Turnen, Tanzen, Leichtathletik, Volleyball, Kung-Fu und Yoga. Letztere war im Berichtsjahr neu hinzugekommen.

Der SSV hat eine Website

Der Verein präsentiert sich im Internet jetzt mit einer Web-Site. Unter https://sportverein-grossensee.jimdo.com kann man sich über die Aktivitäten und das Sportangebot informieren. 

Die Versammlung wurde fortgesetzt dem Bericht der Kassenprüfer und der Entlastung des Vorstands.

Gruppenbild der Geehrten mit Bürgermeister Karsten Lindemann-Eggers (3.v.l), 3. Vors. Susanne-Kathrein Bern und 1. Schriftführerin Pamela Cohrs (2. u. 4. v.l.) sowie 1. Vors. Karl-Heinz Schmidt (3.v.r)

Mit dem Grußwort des Bürgermeisters Karsten Lindemann-Eggers, der die gute Zusammenarbeit des Sportvereins mit der Gemeinde lobte, sowohl bei der Ausrichtung des Dorffestes, als auch bei der Teilnahme am Ferienprogramm, klang das Bedauern über die schwindenden Mitglieder-zahlen mit. Zu Überlegen sei, wie man Kinder und Jugendliche für die Teilnahme am Sport im und mit dem Angebot des SSV Großensee motivieren könne. Eine Option könnte sein, für Großenseer Kinder in den zum Schulverband gehörenden Sporteinrichtungen entsprechende Programme des Vereins anzubieten.

Susanne-Kathrein Bern als Dritte und Karl-Heinz Schmidt als Erster Vorsitzender nahmen die Ehrungen der langjährigen Mitglieder vor:

Für 10 Jahre Mitgliedschaft wurden geehrt: Stefan Heller, Jutta-Anna Adersson, Gabi Reinke, Tom Reinke, Ruben Paul, Tatjana Paul, Jasmin und Robert Spornhauer,

für 20 Jahre mit der Silbernen Ehrennadel ausgezeichnet: Steffen Cohrs und Jens Wichmann,

Henrik Cohrs erhielt von der 3. Vorsitzenden die Goldene Ehrennadel
Henrik Cohrs erhielt von der 3. Vorsitzenden die Goldene Ehrennadel

für 25 Jahre mit der Goldene Ehrennadel: Hanna Braun, Norbert und Rosemarie Plath, Henrik Cohrs,

 

 

 

Bernd Zimmermann und Carsten Meins erhielten von Susanne-Kathrein Bern (links) und Karl-Heinz Schmidt (rechts) ein Präsent

und für 40 Jahre: Ralf Hansel, Uwe Paul, Boye, Inge und Dirk Eylmann, Inge Timm (bekam 2x Gold und 1x Silber in der 4×100-Meter-Staffel in der Deutschen Nationalmannschaft bei der Veteranen-Europameisterschaft im Juli 2000 in Finnland), Carsten Meins, Bernd Zimmermann und Thorsten Meins.
 

Die Versammlung schloss mit den Wahlen des zweiten Vorsitzenden Thorsten Meins, der Kassenwartin Bärbel Zwingermann, der zweiten Schriftführerin Ursula Assmann und dem zweiten Kassenprüfer Peter Haufe.


Die Jugendfussball-Sparte des SSV Großensee möchte Mädchen und Jungen von 5-11 Jahren für den Fussball begeistern. Es wird Dienstags und Donnerstags von 17-18:30 auf einer hervorragenden Anlage im Sportpark Großensee in der Hamburger Straße trainiert. „Sitzt Du noch oder spielst Du schon…?“ Wer Lust hat, vorbeizukommen oder noch mehr wissen möchte, kann Günter Jonischkies anrufen: Tel. 04154/6260!

„Lutherfrüchte“ mit Bratapfel, Briefen und Ohrwürmern

Lütjensee, 18. Februar – Süßwürziger Duft von Bratapfel lag in der Luft. Fleißige Hände der Organisatoren um Ehepaar Florian mit den Mitgliedern des Tymmo-Singkreis, den Gemeinde-Mitarbeitern, den Helferinnen des Küsterdienstes und vielen anderen Helfern hatten den Gemeindesaal für die Veranstaltung vorbereitet. In der kleinen Küche wurde der Kaffee aufgegossen, im Ofen schmorten die Bratäpfel. Die Gäste hatten es sich an den Tischen gemütlich gemacht.

Pastor Jörg S. Denecke liesst aus Briefen Martin Luthers
Pastor Jörg S. Denecke liesst aus Briefen Martin Luthers

Der Nachmittag wurde eingeleitet mit einer Lesung aus Briefen Martin Luthers. Pastor Jörg S. Denecke vermittelte mit Kleidung aus der Mode der Zeit Martin Luthers erste Eindrücke in die Zeit von vor 500 Jahren, dem Beginn der Reformation. In den Briefen Luthers kommt in dessen Betrachtungen zu Moral- und Ethikvorstellung seiner Zeit sein tiefer fester Glaube zum Ausdruck.

Mario Westphal mit dem Tymmo-Singkreis
Mario Westphal präsentiert mit dem Tymmo-Singkreis „Ohrwürmer“

Kantor Mario Westphal hatte ein schönes musikalisches Programm zusammengestellt, „gewürzt“ mit „Ohrwürmern“, vorgetragen vom Tymmo-Singkreis und gemeinsam gesungen. Mit dem Lied „Bratapfel“ erfuhr man sogar das Rezept für die „Kalorienbombe“. Leider „zu spät“, denn das Servieren der süßen Kost hatte man vorgezogen. Aber trotzdem, wer es bescheiden bei einem beließ und den zweiten angebotenen dankend ablehnte, konnte den Nachmittag kulinarisch genießen.

Ulrich Langkabel betreut die Tymmo „Klönstuv“, die immer Dienstags von 14 – 16:30 Uhr für einen Besuch mit gemütlichen Plausch mit Freunden und Nachbarn geöffnet ist. Am Nachmittag überreichte er dem Tymmo-Singkreis für die längst fällige Erneuerung von Sitzpolstern der Bestuhlung auf der Empore der Tymmo-Kirche 300€ Spendeneinnahmen der „Klönstuv“.

Dieter Ludwig trägt sein Gedicht vor

„Die Vier Jahreszeiten“, in Platt vorgetragen von Gerhard Schulz und ein selbst getextetes Gedicht, das zusammen mit der Veranstaltungs-ankündigung im Hahnheider Landboten erschien und von seinem Autor Dieter Ludwig persönlich vorgetragen wurde, waren überraschende Höhepunkte des Nachmittags, „Der Apfel fiel nicht weit vom Stamm…“.

Gerhard Schulz trägt sein plattdeutsches Gedicht vor

Der Nachmittag „Luthers Früchte“ fand übrigens genau am 471. Todestag dem 18. Februar 1546 statt.

Klangerlebnis in der Lütjenseer Tymmo-Kirche

Lütjensee, 11.02.17 – Die Konzertpianistin Saskia Schmidt-Enders und der Musikpädagoge Michael Papst-Krüger gastierten in der Lütjenseer Tymmo-Kirche und boten mit ihrem Programm „Jetzt bin ich hier“ einem zahlreichen Publikum ein eindrucksvolles musikalisches Klangerlebnis.

Saskia Schmidt-Enders am Flügel, Michael Paps-Krüger an den PercussionsDie hereinströmenden Konzertgäste bekamen einen großen Aufbau von Instrumenten vor dem Altar der Tymmo-Kirche zu sehen, einige schon bekannt, wie Congas, Bongos und Becken im Vordergrund, ein riesiger Gong mit reicher Verzierung im Hintergrund und andere, weniger bekannte und um den Platz herum aufgebaut, wie Cajon, Surdo, Cowbell, Schellenkranz, Solid Bar Chimes, Temple Blocks, Cabasa, Rainmaker, Ocean Drum, Caxixis, Fruit Shaker, Guiro, Vibra Slap und Flex-a-Tone. Deren Bedeutung bekam das interessierte Publikum zwischendurch und nach dem Konzert zu hören und erklärt.

Michael Papst-Krüger an den Percussions

Wer jetzt nur Musik in gewohnter Weise mit rhythmischer Unterstützung des großen Percussions-Instrumentariums erwartete, wurde von dessen Einsatzspektrum und Klangvielfalt sowie der Harmonie zu Gesang und Klavier überrascht.

Saskia Schmidt-Enders am Flügel

Dafür standen Saskia Schmidt-Enders mit Gesang und Klavier und Michael Papst-Krüger an den Percussions mit einem Programm aus ihrem reichhaltigen Repertoire an Liedern und Klängen. Aus eigener Feder und neu überarbeitet und arrangiert von beiden stammen Chansons über „Liebe und Leben“ wie sie sagen, einige Stücke von Hanns-Dieter Hüsch, eines von Adele sowie Leonard Cohens „Hallelujah“.

Saskia Schmidt-Enders am Flügel

Zwei beeindruckende Überarbeitungen der Volksweise „Das Wächterlied“ und dem Abendlied „Der Mond ist aufgegangen“ setzten Höhepunkte des Konzertabends. Der Klang einer Turmuhr zur Mitternacht mit zwölf Schlägen wurde durch den Gleichklang von Percussion und Klavier-Fortissimo eindrucksvoll erreicht. Beim Abendlied fielen Waldgeräusche und Vogelstimmen auf, sehr gut von den Percussions eingebracht, „so ganz nebenbei“ wahrnehmbar. Bei Schmidt-Enders Komposition „Der Elefant verschwindet“ hörte man ihn ins Lied kommen und am Ende sich wieder entfernen, in „Luft“ den leisen Wind über die Instrumente hauchen.

Michael Papst-Krüger an einer Vielzahl Percussions

Sasika Schmidt-Enders mit Gesang und Klavier und Michael Papst-Krüger mit seinen Percussions boten ein harmonisches Klangerlebnis, das Wort und Klavierstimme durch die Vielfalt von Ausdrucksweise der gewählten Percussions unterstützte und an besonderen Stellen akzentuierte. Oft verschmolzen die Töne miteinander zu ungewohnten neuen Klängen. Man spürte, wie zum Inhalt der Lieder eine melodische Atmosphäre geschaffen wurde, die das Herz erwärmte.

Saskia Schmidt-Enders und Michael Papst-Krüger bedanken sich für den Riesenapplaus der Publikums, lVictor Schmidt (links) war am Mischpult

Den Abend schloss man mit einem weiteren Stück von Hanns-Dieter Hüsch als Zugabe, das „Abendlied: Schmetterling kommt nach Haus / Kleiner Bär kommt nach Haus Känguruh kommt nach Haus / Die Lampen leuchten – der Tag ist aus…“, man kann sich vorstellen, welche Töne Michael Papst-Krüger hier den Instrumenten zur Begeisterung des Publikums noch einmal entlockte.

Saskia Schmidt-Enders und Michael Papst-Krüger bekommen bei Schlußapplaus Blumen vom Vorsitzenden der „Freunde der Kirchenmusik“ Mario Westphal Blumen überreicht

Tymmo-Kantor und Vorsitzender der „Freunde der Kirchenmusik Lütjensee“ Mario Westphal, der beide Musiker aus gemeinsamer Arbeit und Studium in Lübeck kennt, holte sie nach Lütjensee. Für einen weiteren Abend im Rahmen der Konzert- und Veranstaltungsreihe der Tymmo-Kirche im „Lutherjahr 2017“ kündigte er für Sonntag, dem 26. März das große Konzert „Cantar!- Sing!“ an, mit den Mädchenchören Werningerode und Lübeck sowie dem Kinderchor Lütjensee unter Steffen Drebenstedts und seiner Leitung. Insgesamt sind acht weitere Konzerte und Musikgottesdienste mit Höhepunkten wie dem „Tymmo-Musikfest“ im Juli, der Jubiläumsfeier „500 Jahre Reformation“ sowie dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach fest im Programm.

Fotoausstellung mit Musik und Magie verzaubert Großensee

Großensee, 4.11.16 – Schnee und und Väterchen Frost verzauberten Großensee in den letzten Tagen. Zuvor gab es jedoch eine besondere Zauberei: Sigrid Winkler mit ihren Fotografien aus der Natur und Tierwelt in und um Großensee, Corbinian Hoffmann mit eigenen Klavier-Kompositionen über die Jahreszeiten und der Zauberer Jörg Willich faszinierten das Publikum im Großenseer Piccolino. Familie Butt stellte bereits zum vierten Mal ihr Restaurant für eine kulturelle Veranstaltung zur Verfügung.

vlnlr: Pianist Corbinian Hoffmann, Moderator Walter Domscheit, Piccolino-Ehepaar Butt, Zauberer Jörg Willich, Fotografin Sigrid Winkler, im Hintergrund zu sehen ein Teil der Ausstellung. Die Bilder sind zu den vier Jahreszeiten gruppiert und über das Restaurant verteilt. (Foto: Seher Komut)
vlnlr: Pianist Corbinian Hoffmann, Moderator Walter Domscheit, Piccolino-Ehepaar Butt, Zauberer Jörg Willich, Fotografin Sigrid Winkler, im Hintergrund zu sehen ein Teil der Ausstellung. Die Bilder sind zu den vier Jahreszeiten gruppiert und über das Restaurant verteilt.
(Foto: Komut)

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Großenseer lauschten nach Begrüssungsworten und einem Interview mit der Fotografin über ihre ausgestellten Natur- und Tierfotos den Klängen von Corbinian Hoffmann mit seinem Stück „It´s summertime oder Hoffmanns Sommer“. Der 12-jährige Pianist überraschte das Publikum mit seiner leidenschaftlich und gefühlvollen Darbietung der selbst komponierten musikalischen Interpretation des Sommers. Zu weiteren eigenen Kompositionen bis hin zu seinem „Hoffmanns Winter“ applaudierte das Publikum herzlich und forderte sogar noch eine Zugabe des Schülers. Corbinian bekommt seit einem halben Jahr Klavierunterricht und spielt in der 7. Klasse der Trittauer Hahnheide-Schule seit kurzem auch in der Schulband.

Walter Domscheit stellt den 12-jährigen Pianisten Corbinian Hoffmann vor. Der talentierte Schüler komponiert seine vorgestellten Stücke selbst. Sie interpretieren die vier Jahreszeiten (u.a. "It´s summertime oder Hoffmanns Sommer"),  im Hintergrund zu sehen ein Teil der Ausstellung. Die Bilder sind zu den vier Jahreszeiten gruppiert und über das Restaurant verteilt. (Foto: Seher Komut)
Walter Domscheit stellt den 12-jährigen Pianisten Corbinian Hoffmann vor. Der talentierte Schüler komponiert seine vorgestellten Stücke selbst. Sie interpretieren die vier Jahreszeiten (u.a. „It´s summertime oder Hoffmanns Sommer“), im Hintergrund zu sehen ein Teil der Ausstellung. Die Bilder sind zu den vier Jahreszeiten gruppiert und über das Restaurant verteilt.
(Foto: Seher Komut)

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Zauberer Jörg Willich zog das Publikum in seinen Bann mit Magie und verblüffenden Tricks. Ein Transparent mit dem Text „Unser bezauberndes Großensee – eine Idylle, die ihresgleichen sucht“ zerschnitt er Wort für Wort, zeigte die einzelnen Schnippsel, zerknüllte sie und zog sie doch in einem Stück wieder aus seiner Faust heraus. Natürlich nahm er einzelne aus dem Publikum mit und ließ sie seine Zaubertricks mit ihrer Hilfe beenden. 

Zauberer Jörg Willich zerschneidet "Unser bezauberndes Großensee  - eine Idylle, die ihresgleichen sucht"  Wort für Wort und ziehts in einem Stück wieder aus seiner Faust heraus. (Foto: Seher Komut)
Zauberer Jörg Willich zerschneidet „Unser bezauberndes Großensee – eine Idylle, die ihresgleichen sucht“ Wort für Wort und ziehts in einem Stück wieder aus seiner Faust heraus.
(Foto: Seher Komut)

 

 

 

 

 

 

 

Die Ausstellung „MAGISCHES GROSSENSEE“ ist weiterhin zu sehen täglich außer Dienstag zu den Öffnungszeiten von 12 – 22:00 Uhr im Piccolino Ristorante, Trittauer Str. 19, in 22946 Großensee. Die ausgestellten Fotos sind dort selbstverständlich auch zu erwerben, dazu noch zahlreiche Motive auf Post- und Klappkarten, sowie ein Adventskalender mit Motiven aus der Großenseer Natur hinter den Türchen.

Ein Motiv der Ausstellung ist auch im "Großensee-Kalender 2017" enthalten: Der Seeadler landet auf dem Eis des Großensees. (Foto: Sigrid Winkler)
Ein Motiv der Ausstellung ist auch im „Großensee-Kalender 2017“ enthalten: Der Seeadler landet auf dem Eis des Großensees.
(Foto: Sigrid Winkler)

 

 

 

 

 

 

 

Der Großenseer Adventskalender verbirgt fotografische Überraschungen von Sigrid Winkler. (Foto: Sigrid Winkler)
Der Großenseer Adventskalender verbirgt fotografische Überraschungen von Sigrid Winkler.
(Foto: Sigrid Winkler)

 

 

 

 

 

 

Der große „Großensee-Kalender 2017“ im Format A3, der neben Bildern aus dem Ort auch einige der ausgestellten Motive enthält, ist für 10€ weiterhin im Restaurant, in der Geschäftsstelle des Hahnheider Landboten, Poststr. 13, 22946 Trittau oder bei Walter Domscheit, Tel. 04154/8042688 (Versand zzgl. Porto) erhältlich.